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Wer steckt eigentlich hinter der Fachschaft 05?
Im Interview gibt die Fachschaft Einblicke in ihre Aufgaben und ihren Einsatz für die Studierenden der Fakultät 05.
27/09/2026
Stellt euch doch kurz vor: Wer seid ihr und was macht die Fachschaft eigentlich?
Wir sind ein Team von Studierenden, das sich freiwillig für die Interessen unserer Kommilitoninnen und Kommilitonen engagiert. Wir sind Ansprechpartner bei Fragen und Problemen rund ums Studium, bringen studentische Perspektiven in die Fakultät ein und gestalten das Campusleben aktiv mit. Dabei organisieren wir Veranstaltungen, unterstützen Erstsemester beim Studienstart und vernetzen Studierende untereinander.
Mit welchen Anliegen können Studierende zu euch kommen?
Wenn etwas im Studium unklar, schwierig oder verbesserungswürdig ist, könnt ihr euch an uns wenden. Bei Fragen zu Stundenplänen, Prüfungen, Modulabläufen, Räumen, Lernmöglichkeiten oder zur nächsten Veranstaltung seid ihr bei uns genau richtig. Auch wenn wir nicht jedes Problem selbst lösen können, hören wir zu, helfen bei der Orientierung und vermitteln bei Bedarf an die richtigen Stellen weiter.
Was macht ihr, was viele vielleicht gar nicht mitbekommen?
Ein großer Teil unserer Arbeit findet im Hintergrund statt. Wir bereiten Sitzungen vor, stimmen uns als Team ab, sammeln Rückmeldungen von Studierenden und dokumentieren Themen, damit Anliegen nicht verloren gehen. Außerdem sprechen wir stellvertretend mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Fakultät, planen Veranstaltungen, kümmern uns um Räume, Technik, Finanzierung, Kommunikation und Helferinnen und Helfer.
Welche Veranstaltungen oder Projekte organisiert ihr im Lauf des Semesters?
Besonders wichtig sind uns Angebote, die Studierenden konkret helfen und Menschen zusammenbringen. Dazu gehören vor allem Veranstaltungen für Erstsemester, bei denen man die Fakultät, den Studienalltag und andere Studierende unkompliziert kennenlernen kann. Darüber hinaus möchten wir im Laufe des Semesters Angebote wie Vernetzungsabende, Freizeitveranstaltungen, Lern- und Austauschformate, Workshops oder Informationsmessen rund um Studium und Beruf organisieren. Unser Anspruch ist dabei nicht, möglichst viele Veranstaltungen zu machen, sondern Formate zu schaffen, die für Studierende wirklich einen Nutzen haben: Orientierung, Kontakte, Unterstützung oder einfach einen guten Ausgleich zum Studienalltag.
Warum lohnt es sich für Erstsemesterstudierende, die Fachschaft schon zu Beginn des Studiums kennenzulernen?
Der Studienstart bringt viele neue Eindrücke, Fragen und organisatorische Herausforderungen mit sich. Wer die Fachschaft früh kennt, hat von Anfang an eine niedrigschwellige Anlaufstelle: für Fragen, für Kontakte und für Orientierung im Hochschulalltag. Außerdem ist die Fachschaft ein guter Ort, um andere Studierende aus höheren Semestern kennenzulernen. Sie kennen viele typische Fragen und Unsicherheiten aus eigener Erfahrung: Wo findet man wichtige Informationen? Wie bereitet man sich sinnvoll auf Prüfungen vor? Welche Angebote gibt es an der Hochschule? Und an wen kann man sich wenden, wenn etwas nicht funktioniert? Man muss nicht sofort aktiv mitarbeiten. Schon vorbeizukommen, mit uns ins Gespräch zu kommen oder an einer Veranstaltung teilzunehmen, kann den Einstieg ins Studium deutlich leichter machen.
Wie kann man sich bei euch engagieren, und braucht man dafür irgendwelche Vorkenntnisse?
Engagieren kann man sich ganz unkompliziert: Kommt bei einer Sitzung, einem Treffen oder einer Veranstaltung vorbei, sprecht uns an oder schreibt uns über unsere Kommunikationskanäle. Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen – von kleinen, einmaligen Aufgaben bei Events bis zur langfristigen Mitarbeit in Bereichen wie Kommunikation, Veranstaltungsplanung, Erstsemesterarbeit, Hochschulpolitik, Finanzen oder Organisation. Vorkenntnisse braucht niemand. Die wichtigsten Voraussetzungen sind Interesse, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, mit anderen gemeinsam etwas zu gestalten. Alles Weitere kann man lernen. Gerade neue Perspektiven und Ideen sind für eine Fachschaft sehr wertvoll.
Was habt ihr selbst durch eure Mitarbeit in der Fachschaft gelernt oder erlebt, das ihr vielleicht sonst im Studium verpasst hättet?
Durch die Fachschaft lernen wir Dinge, die im Studium oft nur am Rand vorkommen: Projekte planen, Verantwortung übernehmen, Veranstaltungen organisieren, im Team arbeiten, Aufgaben verteilen und mit unterschiedlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern professionell kommunizieren. Wir bekommen außerdem einen viel besseren Einblick darin, wie Hochschule und Fakultät organisatorisch funktionieren und wie studentische Mitbestimmung praktisch aussieht. Besonders wertvoll ist aber auch die persönliche Seite: Man lernt engagierte Menschen kennen, übernimmt Schritt für Schritt Verantwortung und merkt, dass eigene Ideen tatsächlich etwas verändern können.
Welche Frage wird euch von Erstsemestern am häufigsten gestellt – und welche würdet ihr gerne öfter hören?
„Wo finde ich die wichtigsten Informationen und wie funktioniert das alles hier eigentlich?“ Gerade zu Beginn sind Stundenpläne, Plattformen, Fristen, Räume und Prüfungsanmeldungen oft noch ungewohnt. Niemand kann am ersten Tag schon alles wissen.
Eine Frage, die wir gerne öfter hören würden, ist: „Wie kann ich bei euch mitmachen?“ Die Fachschaft lebt von motivierten Studierenden, die Ideen einbringen und bereit sind, gemeinsam etwas aufzubauen. Dabei muss man keine große Verantwortung auf einmal übernehmen. Schon kleine Initiativen, eine Rückmeldung zu Entscheidungen oder Unterstützung bei einer Veranstaltung können viel bewirken.
Welchen Rat würdet ihr eurem eigenen Erstsemester-Ich heute geben?
Hab keine Angst davor, Fragen zu stellen und früh auf andere Menschen zuzugehen. Niemand kennt am Anfang alle Abläufe, und fast alle anderen sind in einer ähnlichen Situation. Nutze die ersten Wochen, um Kontakte zu knüpfen, Angebote der Hochschule kennenzulernen und herauszufinden, was dir neben den Vorlesungen wichtig ist. Warte nicht, bis du ein Problem allein lösen musst. Hol dir früh Unterstützung, tausche dich mit anderen aus und probiere Dinge aus. Das Studium besteht nicht nur aus Prüfungen und Noten. Die Kontakte, Erfahrungen und Projekte neben dem Studium prägen die Zeit an der Hochschule mindestens genauso.
Vielen Dank!